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Ahrweiler,
ist das historische Zentrum der "Wein-Ahr". Hier, wo sich das Tal der unteren Ahr allmählich in Richtung Mittelahr verengt, schmiegt sich die Altstadt an die Rebhänge der Lage Rosenthal. Bereits 893 im Prümer Urbar (Güterverzeichnis) als Ahrwilere erwähnt, - ein im Dialekt noch immer gebräuchlicher Name -, ging Ahrweiler als Schenkung der Grafen Are 1246 an das Erzstift Köln über. Dessen Erzbischof, Konrad von Are-Hochstaden, verlieh Ahrweiler 1248 die Stadtrechte und machte sie neben Bonn, Neuß und Andernach zur Mithauptstadt von Kur-Köln. Die aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Stadtmauer konnte aber nicht verhindern, dass Ahrweiler mehrmals im dreißigjährigen Krieg (1633, 1642, 1646) und im 3. französischen Raubkrieg (1689) geplündert und gebrandschatzt wurde.
Von 1269 bis 1350 wurde die St.-Laurentius-Kirche, die erste gotische Hallenkirche im Rheinland erbaut. Imposant auch im Unteren Ahrtal das 1630 von Franziskanern gegründete Kloster Calvarienberg, südwestlich nahe vor den Toren von Ahrweiler gelegen, das nach der Säkularisierung (1802) ab 1838 das Mutterhaus der Ursulinen wurde.
Geschichtlich von herausgehobener Bedeutung ist die bei Strassenarbeiten im März 1980 entdeckte Römervilla. Die aus dem 2./3. Jahrhundert stammende, am Silberberg gelegene Römervilla ist mit einer kühnen Holzkonstruktion überspannt und ein historischer Anziehungspunkt.
Ein weiterer Publikumsmagnet ist der sogenannte "Regierungsbunker" (Ausweichsitz der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland). Ein ca. 200 mtr. langes, erhaltenes Reststück der Anlage ist als Dokumentationsstätte des Regierungsbunkers im oberen Taleinschnitt zwischen Silberberg und Kuxberg, rund 800 mtr. von Ahrweiler entfernt, zu besichtigen.
Die Verwaltungsreform von 1969/70 führte zur Bidlung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler mit Verwaltungssitz in Bad Neuenahr. Der Sitz der Kreisverwaltung blieb in Ahrweiler. Durch Wirtschafts- und Geschäftsbetriebe sind die beiden Stadtteile in den letzten Jahren zusammengewachsen.
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Weinanbau
Bereits im Mittelalter war Ahrweiler die Wein-Metropole der Ahr. So bestand u.a. die Hauptabgabe der Stadt an den Landesherrn in Kurweinen. 30 Fuder Wein wurden jährlich von den Abgesandten des Landesherrn ausgewählt, die betroffenen Winzer aus der Stadtkasse entschädigt. In Verbindung mit dem benachbarten Walporzheim war Ahrweiler Sitz des Weinhandels.
1874 gründeten Winzer von Ahrweiler den noch heute bestehenden Ahrweiler Winzerverein, dem seit einigen Jahren das AhrWeinForum mit der Kulturgeschichte des Weinbaus an der Ahr vom Mittelalter bis zur Gegenwart angeschlossen ist.
Mehr und mehr entwickelt sich der jährliche Weinmarkt an Pfingsten zu einer Leistungsschau der Ahr-Winzer, bei dem auch das in Ahrweiler führende Rotweingut Adeneuer vertreten ist.
Wurde die Wirtschaftskraft der Kreisstadt Ahrweiler zu Gottfried Kinkels Zeiten (1849) mit 2.700 Einwohner noch wesentlich vom Weinbau bestimmt, so hat sich dies nach 1950 doch entscheidend durch Gewerbe und Handel verändert. Die sehenswerte, historische Rotweinmetropole ist Ahrweiler nach wie vor geblieben, das Zentrum des Weinbaus hat sich aber, abgesehen von dem Sitz der Ahr-Winzer e.G. in Bad Neuenahr, in die Obere Weinanbauregion verlagert.
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Rebsortenspiegel Ahrweiler 2010
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| Rebsorte |
ha
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% Ahrweiler
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% Ahr
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| Spätburgunder |
53
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70%
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15%
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| Frühburgunder |
3
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4%
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8%
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| Portugieser |
8
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11%
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21%
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| Dornfelder |
3
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4%
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20%
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| Rote Rebsorten |
73
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96%
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79%
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| Weißburgunder |
2
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3%
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17%
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| Riesling |
1
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1%
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2%
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| Weiße Rebsorten |
3
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4%
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4%
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| Gesamt |
76
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14% |
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Weinberglagen Ahrweiler ... bestockt / ausgewiesen:
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76 ha
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183 ha
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Daubhaus
Spätburgunder 77%; Portugieser 22%
vorwiegend Lößlehm, z. T. Grauwackeverwitterungen |
13 ha |
35 ha |
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Forstberg
Spätburgunder 55%; Portugieser 18%
überwiegend stark lehmiger mit Grauwacke und Schiefer versetzter Boden, z. T. Löß und Lößlehm |
11 ha |
34 ha |
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Riegelfeld
Spätburgunder 67%; Frühburgunder 17%
mittelschwere, teils tiefgründige Löß und Lößlehmböden, z. T. sandige Lehmböden |
6 ha |
19 ha |
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Rosenthal
Spätburgunder 71%; Portugieser 10%; Frühburgunder 5%; Dornfelder 5%
Von Grauwacke und Gehängelehm bis Löß und Lößlehm |
21 ha |
50 ha |
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Silberberg
Spätburgunder 79%; Portugieser 7%; Dornfelder 7%
Vorwiegend Grauwacke, vereinzelt Schiefer und Löß |
14 ha |
24 ha |
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Ursulinengarten
Spätburgunder 64%; Frühburgunder 9%; Weißburgunder 9%
Gehängelehm, Grauwacke- und Lößböden bis zum Basalt |
11 ha |
21 ha |
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Winzergenossenschaften / Weingüter
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| Ahrweiler Winzerverein, 53474 Ahrweiler, Walporzheimerstr. 19 / Tel. 02641 34376 |
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| Burg Adenbach, 53474 Ahrweiler, Adenbachhutstr. 6 / Tel.: 02641 37280 |
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| Adeneuer, 53474 Ahrweiler, Max-Plank-Str. 8 / Tel./Fax.: 02641 34473 / 37379 |
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| Coels, 53474 Ahrweiler, Ahrhutstr. 13 / Tel.: 02641 4041 |
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| Försterhof, 53474 Ahrweiler, Im Teufenbach / Tel.: 02641 / 35038 |
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| Herbert Koll, 53474 Ahrweiler, Eifelstr. 2 / Tel.: 02641 34725 |
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| Peter Kriechel, 53474 Ahrweiler, Walporzheimerstr. 83-95 / Tel.: 02641 36193 |
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| Thomas Kurth, 53474 Ahrweiler, Hostertsgasse 19 / Tel.: 02641 900654 |
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| Maibach Farm, 53474 Ahrweiler, Im Maibachtal 100 / Tel./Fax.: 02641 36670 / 36643 |
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| Christoph Richter, 53474 Ahrweiler, Kanonenwall 18 / Tel.: 02641 31506 |
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| Silberberg, 53474 Ahrweiler, Silberberg 14 / Tel. 02641 35189 |
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| Sonnenschein, 53474 Ahrweiler, Walporzheimerstr. 90 / Tel.: 02641 31295 |
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| Weilerhof, 53474 Ahrweiler, Bossardstr. 13 / Tel.: 02641 4264 |
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Touristikinformationen
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Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Hauptstr. 114 und Blankartshof 1, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel.: 02641 / 91 71 0 / Fax: 02641 / 91 71 51 WEB-Site: www.ahrtaltourismus.de E-Mail: info@ahrtaltourismus.de
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| Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Hauptstraße 116 Tel./Fax.: 02641 87-100 / 87-180 |
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