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Das Weinanbaugebiet Ahr ist eines der nördlichsten Anbaugebiete von Deutschland. Die Bedeutung des Anbaugebietes beruht auf den hervorragenden Rotweinen, die vor allem in den letztem 30 Jahren erzeugt wurden. Das Anbaugebiet mit 559 ha ist zu 85% mit roten Rebsorten bestockt. Mit 345 ha dominiert der Spätburgunder, eine der edelsten Rebsorten, die an der Ahr hervorragende geologische und klimatische Bedingungen
vorfindet. Der Frühburgunder, eine frühreifende Mutation des Spätburgunders, hat mit 37 ha in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Bei den weißen Rebsorten (83 ha / 15%) dominiert mit 44 ha der Riesling.
Die strategisch günstige Lage der Ahr mit der Nähe zum Köln-/Bonner-Raum hat sicherlich zum Vermarktungserfolg des Ahrweins beigetragen. Dieser begründet sich aber vor allem auf dem Bestreben führender Weingüter, hervorragende Rotweine zu erzeugen, die im nationalen wie im internationalen Vergleich inzwischen zu den bedeutenden Weinen zählen.
Der Weinanbau in dieser nördlichen Lage ist mehreren Faktoren zu verdanken. Der Tatsache, dass die Ahr in ihrem Unterlauf in östliche Richtung fließt, und dadurch Südhänge für den Weinanbau zur Verfügung stehen, den “Gebirgszügen” der Eifel und des Hohen Venn, die in ihrer Leeseite für mehr Sonnenstunden sorgen, und den Römern, die sicherlich die günstigen geologischen und klimatischen Verhältnisse zur Weinerzeugung genutzt haben dürften. Historisch gesichert ist der Weinanbau an der Ahr auf die Franken ab dem 8. Jahrhundert zurückzuführen.
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Detaillierte Informationen und Bilder per Link über der Grafik
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Geologisch und topographisch können eine Obere und Untere Anbauregion unterschieden werden.
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In der Oberen Anbauregion zwischen Altenahr und Marienthal herrschen in den engen Talbereichen Schieferverwitterungsböden vor. Geprägt wird die Obere Anbauregion durch den windungsreicher Verlauf der Ahr.
Sie hat sich tief in die Gesteinsschichten eingegraben, Umlaufberge und bizarre Felsformationen geschaffen, um letztlich durch das Tor zur Mittelahr, der "Bunten Kuh" kurz vor Walporzheim ins Freie zu treten.
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Dieses Terroir mit kargen Grauwacke- und Schiefer-verwitterungsböden in den steilen Terrassenlagen, mit der günstigen Hangneigung, überdurchschnittlich hohen Sonneneinstrahlung und Wärmespeicherung, gepaart mit der oftmals vorteilhaften Verteilung der Niederschläge sorgt für filigrane, mineralische und feinfruchtige Weine, die in den besten Lagen der Oberen Region zu den Top-Weinen des Ahrtals zählen.
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In diesem engen Talabschnitt reichen die Weinberge bis fast an den Fluss und lassen an manchen Stellen kaum Platz für den Straßenverkehr, mit Ausnahme zwischen Rech und Dernau im sogenannten Recher-, bzw. Dernauer Auel.
In den steilen Terrassenlagen speichern Böden, Felsen und Weinbergsmauern aus Schiefer und Grauwacke die Sonnenwärme, geben sie in der Nacht an die Reben wieder ab und schaffen so ein mediterranes Mikroklima mit erstaunlich hohen Temperaturen.
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In der Unteren Anbauregion zwischen Walporzheim und Heimersheim weitet sich das Tal, und Lößlehmböden versetzt mit Steinverwitterung herrschen vor.
Der Übergang zur Unteren Anbauregion wird vor allem landschaftlich deutlich. Nach der "Bunten Kuh", der letzten Engstelle des Ahrtals vor der Mündung, weitet sich das Tal, die Hänge werden mit wenigen Ausnahmen flacher, treten zurück und machen der mittelalterlichen Stadt Ahrweiler, dem Zentrum der Unter- und Mittelahr, und der Geschäfts- und Kurstadt Bad Neuenahr Platz.
Überragt wird die Unterahr durch die Vulkankegel Neuenahrer Berg und Landskrone.
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Die Gehänge- und Lößlehmböden in den besten Hanglagen der Unteren Region ergeben vollmundige und körperreiche Weine, die in der Barrique oder traditionell ausgebaut, zu den Besten des Ahrtals
gehören. Die Weine aus den Steillagen, vor allem im Bereich Walporzheim, sind im Charakter ähnlich der Weine aus den Top-Lagen der Oberen Region.
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Geologisch ist der Übergang fließender. Die steilen Terrassenlagen bei Walporzheim zählen schon seit Jahrhunderten zu den besten Lagen des Ahrtals. Sie wiederholen nochmals eindrucksvoll das Bild der Steillagen der Oberen Anbauregion mit ihren Grauwacke- und Schieferverwitterungsböden.
In Richtung Ahrweiler / Bad Neuenahr gehen die Steillagen mehr und mehr in Hanglagen mit einem höheren Anteil an Gehänge- und Lößlehmböden über, wie an Abbruchkanten in den Lagen Ahrweiler Rosenthal und Neuenahrer Sonnenberg deutlich zu sehen ist.
Steillagen treten nochmals an der Landskrone mit einem höheren Anteil Grauwacke- und Schieferverwitterungsböden auf, bis sich die Weinberglagen mit dem Heimersheimer Kapellenberg bei Ehlingen von der Ahr verabschieden, und Streuobstwiesen die Ahr auf ihren letzten Metern bis zur Mündung in den Rhein begleiten.
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